Nachhaltigkeits-ABC
Von A wie Agenda 2030 bis Z wie Zero Waste, hier bekommen Sie Informationen und Erläuterungen zu einschlägigen Begrifflichkeiten.
Agenda 2030 ist ein Aktionsplan der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung, der im September 2015 von allen 193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen verabschiedet wurde. Die Agenda 2030 besteht aus 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (s. Sustainable Development Goals – SDGs) und 169 Unterzielen. Diese Ziele sollen dazu beitragen, bis zum Jahr 2030 weltweit eine nachhaltige Entwicklung zu erreichen und Armut zu reduzieren, Ungleichheit zu bekämpfen und Klimawandel zu bekämpfen.
Mehr dazu: Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung | BMZ
Das Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI) ist Dachverband von über 100 entwicklungspolitischen Organisationen in Schleswig-Holstein. Das Netzwerk sorgt für Verbindungen unter vielfältigen Akteur*innen, wirbt für globale Gerechtigkeit und bündelt Informationen zu den Themenfeldern:
- Globales Lernen / Bildung für nachhaltige Entwicklung
- Globale Partnerschaften und interkulturelle Begegnungen
- Nachhaltige Entwicklung
- Zukunftsfähiges Wirtschaften
Benchmark (übersetzt: Maßstab) beschreibt einen Referenz- oder Vergleichswert, an dem Unternehmen, Branchen oder Projekte ihre Nachhaltigkeitsleistung messen – z. B. CO₂-Intensität, Materialverbrauch oder Recyclingquote. Er hilft, Fortschritte sichtbar zu machen und Ziele abzuleiten.
Biodiversität, auch biologische Vielfalt genannt, bezeichnet die Vielfalt des Lebens auf der Erde. Sie umfasst alle lebenden Organismen, von Mikroben bis hin zu Pflanzen, Tieren und Pilzen, sowie die ökologischen Prozesse, die diese Organismen miteinander und mit ihrer Umwelt verbinden.
Biodiversität ist für das Gleichgewicht von Ökosystemen und das Wohl von Menschen und Tieren unerlässlich, da sie wichtige Ökosystemdienstleistungen wie die Bestäubung von Pflanzen, die Reinigung von Wasser und Luft sowie den Nährstoffkreislauf sicherstellt. Der Verlust an Biodiversität kann ernsthafte Folgen für die Umwelt und die Menschheit haben.
Ziel der EU-Biodiversitätsstrategie für 2030 besteht darin, die Biodiversität Europas bis 2030 zum Wohle der Natur, der Menschen und des Klimas auf den Weg der Erholung zu bringen. Dafür enthält die Strategie eine Reihe von Zielen und Verpflichtungen, die bis spätestens 2030 in betimmten Bereichen erreicht werden sollen.
EU-Biodiversitätsstrategie für 2030 | EUR-Lex
Die Nationale Strategie zur Biologischen Vielfalt (NBS) ist seit 2007 die zentrale Naturschutzstrategie der Bundesregierung zum Schutz der Biodiversität in Deutschland. Die fortentwickelte NBS für die Zeit bis 2030 (NBS 2030) schreibt die NBS von 2007 im Lichte neuer Entwicklungen und Herausforderungen für den Naturschutz fort.
BMUV: Nationale Strategie zur Biologischen Vielfalt
Die Landesregierung Schleswig-Holstein hat mit der Biodiversitätsstrategie „KURS NATUR 2030“ einen Masterplan für die biologische Vielfalt erstellt. Bis zum Jahr 2030 erfolgt die Umsetzung der Maßnahmen.
schleswig-holstein.de - biodiversitaetsstrategie
Eine kommunale Biodiversitätsstrategie ermöglicht es Kommunen, die biologische Vielfalt vor Ort zielgerichtet zu schützen und zu fördern.
So blüht Ihre Kommune auf – mehr Stadtnatur durch eine Biodiversitätsstrategie
BNE steht für Bildung für nachhaltige Entwicklung. Entwicklung ist dann nachhaltig, wenn Menschen weltweit, gegenwärtig und in Zukunft, würdig leben und ihre Bedürfnisse und Talente unter Berücksichtigung planetarer Grenzen entfalten können. Eine solche gesellschaftliche Transformation erfordert starke Institutionen, partizipative Entscheidungen und Konfliktlösungen, Wissen, Technologien sowie neue Verhaltensmuster.
Was ist BNE? - BNE-Portal Kampagne
BNE in Schleswig-Holstein:
BNE Schleswig-Holstein: Home
CO2 ist eine chemische Formel und steht für Kohlenstoffdioxid. Es ist ein farbloses, geruchloses Gas und ist eines der relevanten Treibhausgase in der Erdatmosphäre. CO2 kommt natürlich in der Erdatmosphäre vor. Es ist ein natürliches Nebenprodukt der Zellatmung vieler Lebewesen und entsteht zudem bei der Verbrennung von Holz, Kohle, Öl oder Gas. Auch beim Zerfall toter Organismen oder durch natürliche CO₂-Quellen, wie beispielsweise Vulkangase, wird Kohlenstoffdioxid frei.
Was ist CO2? Definition, Entstehung & Einfluss aufs Klima | co2online
Maßzahl, die es erlaubt, verschiedene Treibhausgase (z. B. Methan, Lachgas) anhand ihres Erwärmungspotenzials auf eine einheitliche Einheit „Tonnen CO₂-Äquivalent (CO₂e)“ umzurechnen – wichtig für den Vergleich und die Bilanzierung von Emissionen.
CO₂-Äquivalent | BMZ
Der CO2-Fußabdruck gibt an, welche Menge an Treibhausgasen direkt oder indirekt einer Person, einem Unternehmen oder einem Produkt zugerechnet werden können. Dabei werden alle ausgestoßenen Treibhausgase herangezogen und in CO2-Äquivalente nach einem Faktor umgerechnet.
WWF-Klimarechner: Ihren CO2-Fußabdruck berechnen
CO2-Rechner des Umweltbundesamtes
Neben dem CO2-Fußabdruck ist auch der CO2-Handabdruck ein Modell der Klimabilanzierung.
Während der CO2-Fußabdruck die verursachten Treibhausgasemissionen abbildet, nimmt der CO2-Handabdruck die Einsparungen in den Blick. So die Handlungen, welche die CO₂-Emissionen und weitere Umweltverbräuche verringern, also das Mitwirken an gesellschaftlichen Veränderungen.
Der Handabdruck setzt damit dem Fußabdruck eine mehr optimistische Sichtweise entgegen.
Was ist der CO2-Handabdruck? | BZL
Der ökologische Handabdruck | Kompetenzzentrum Nachhaltiger Konsum
Die CO₂-Performance-Ladder (übersetzt: Leistungs- bzw. Durchführungseiter) ist ein Instrument, das Unternehmen, Organisationen und Institutionen dabei hilft, ihre CO₂-Emissionen zu messen, zu reduzieren und langfristig zu managen. Sie ist eine Methode zur systematischen Verbesserung der CO₂-Bilanz eines Unternehmens und wurde ursprünglich in den Niederlanden entwickelt. Sie basiert auf einem stufenweisen Ansatzund ist in verschiedene Level (Stufen) unterteilt, die den Fortschritt eines Unternehmens im Bereich der CO₂-Reduktion und -Management widerspiegeln.
Home - CO₂ Performance Ladder
Der CO2-Schattenpreis gibt dem Treibhausgas CO2 (und weiteren klimaschädlichen Treibhausgasen, sogenannten CO2-Äquivalente) einen fiktiven Preis. Dieser soll die Folgeschäden des CO2-Ausstoßes eines Produktes / einer Lösung abbilden. Bei der Anwendung eines CO2-Schattenpreises wird außerdem die Laufzeit bzw. Nutzungsdauer einer Investition berücksichtigt.
Cradle to Cradle (bgeküzt C2C) heißt übersetzt so viel wie "von Wiege zu Wiege" und drückt aus, dass im Idealfall eine fortlaufende Kreislaufführung aller Produkte/Materialien erreicht werden kann und soll. Dabei entstehen keine „Abfälle“ im herkömmlichen Sinn – jedes Produkt wird zum Nährstoff für ein neues Produkt.
Fragen und Antworten zu Cradle to Cradle | Umweltbundesamt
Unter "Corporate Social Responsibility" oder kurz CSR ist die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen im Sinne eines nachhaltigen Wirtschaftens zu verstehen.
CSR bezeichnet den spezifischen Beitrag, den Unternehmen zum nachhaltigen Wirtschaften, zur Nachhaltigkeit, leisten.
Nachhaltigkeit und CSR - CSR | BMAS
CSRD steht für Corporate Sustainability Reporting Directive und löst das aktuelle Gesetz zur Nachhaltigkeitsberichterstattung auf EU-Ebene ab. Damit werden die Offenlegungsanforderungen zu Nachhaltigkeitsaspekten für Unternehmen und Finanzinstitute klar geregelt. In der Europäischen Union sind Grosse Unternehmen seit 2024 aufgrund der Richtlinie (EU) 2022/2464 (CSRD) zur Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten verpflichtet. CSRD ist ein bahnbrechender Schritt, um Transparenz zu fördern und eine nachhaltigere Geschäftspraxis zu fördern. Die Anwendung der CSRD ist nach Unternehmensgröße gestaffelt. Ein zentrales Element der CSRD sind einheitliche europäische Berichtsstandards ("European Sustainability Reporting Standard“ ,ESRS), die Unternehmen bei der Erstellung ihrer Berichte anwenden müssen.
Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) - CSR | BMAS
Hinter CVD verbirgt sich die "Clean Vehicles Directive" (kurz: CVD), eine EU-Richtlinie (EU) 2019/1161, über die Förderung sauberer und energieeffizienter Straßenfahrzeuge.
Zur Umsetzung in Nationales Recht, trat am 15. Juni 2021 das Saubere Fahrzeuge Beschaffungsgesetz (SaubFahrzeugBeschG) in Kraft.
BMDV - FAQ zur Umsetzung der Clean Vehicles Directive (CVD) in Deutschland
schleswig-holstein.de - E-Mobilität - Saubere Fahrzeuge
Dekarbonisierung beschreibt den Prozess, bei dem die Kohlenstoffdioxidemissionen (und ggf. weitere Treibhausgasemissionen) systematisch reduziert werden – z. B. durch Umstieg auf erneuerbare Energien, effizientere Prozesse, CO₂-Abscheidung.
Dekarbonisierung der industriellen Produktion | Umweltbundesamt
Der Digitale Produktpass ist eine digitale Sammlung von Informationen über ein Produkt, wie Materialien, Herkunft, CO₂-Bilanz, Reparierbarkeit und Recyclingfähigkeit. Er fördert Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft, indem er Transparenz über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts schafft. Verbraucher können so umweltfreundlichere Entscheidungen treffen, während Unternehmen ihre Nachhaltigkeitsstrategien kommunizieren und die Effizienz verbessern können. Der Pass basiert oft auf Technologien wie Blockchain und wird zunehmend durch gesetzliche Vorgaben unterstützt. Mit der Ökodesign-Verordnung 2024/1781 vom 13.06.2024 hat die EU-Kommission unter anderem die Einführung digitaler Produktpässe für diverse Warenkategorien beschlossen.
BMUV: Was ist ein digitaler Produktpass? | Frage
Die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) verankert die sogenannte doppelte Wesentlichkeit. Demnach sind Unternehmen verpflichtet, sowohl über die Auswirkungen des eigenen Geschäftsbetriebs auf Mensch und Umwelt als auch über die Auswirkungen von Nachhaltigkeitsaspekten auf das Unternehmen zu berichten. Bislang musste nur dann über Sachverhalte berichtet werden, wenn beide Wesentlichkeitsaspekte zutrafen.
Earth Hour ist eine weltweite Umweltschutzinitiative, die jährlich stattfindet, um das Bewusstsein für den Klimawandel und die Notwendigkeit von Maßnahmen gegen den Verlust der Biodiversität zu schärfen. Sie wird vom WWF (World Wide Fund for Nature) organisiert und findet in der Regel am letzten Samstag im März statt. Während der Earth Hour werden von 20:30 bis 21:30 Uhr (lokale Zeit) weltweit symbolisch die Lichter ausgeschaltet – sei es in Haushalten, auf öffentlichen Plätzen, in Gebäuden oder an Wahrzeichen.
Das Ziel der Earth Hour ist es, ein starkes Zeichen für den Umweltschutz zu setzen und die Menschen zu einem bewussteren Umgang mit Energie und Ressourcen anzuregen. Durch diese gemeinsame Aktion soll das öffentliche Bewusstsein für die dringenden Herausforderungen des Klimawandels und die Bedeutung nachhaltiger Entwicklung gestärkt werden.
Earth Hour 2025 – Licht aus. Stimme an.
Auch Erdüberlastungstag: Dieser Jahrestag markiert den Punkt, ab dem wir auf Kosten künftiger Generationen leben – ökologisch betrachtet „auf Pump“. Der Tag, an dem die Menschheit alle natürlichen Ressourcen aufgebraucht hat, die uns die Erde innerhalb eines Jahres zur Verfügung stellen kann. In 2025 war es der 24. Juli. Das zeigt: Unser aktuelles Wirtschafts- und Konsumverhalten überlastet die Erde und gefährdet unsere Zukunft – und zwar immer noch zunehmend.
Earth Overshoot Day - WWF
Emissionen sind die Freisetzung von Schadstoffen, vor allem aus industriellen Prozessen, Verkehr und Energieerzeugung, in die Luft, das Wasser oder den Boden. Dazu gehören zum Beispiel Kohlendioxid (CO₂), Stickoxide (NOx) oder Feinstaub, die negative Auswirkungen auf die Umwelt und die Gesundheit haben können.
Treibhausgas-Emissionen | Umweltbundesamt
Emissionsfrei bedeutet, dass bei einem Prozess oder einer Aktivität keine schädlichen Emissionen freigesetzt werden. Ein Beispiel sind Elektroautos, die im Betrieb keine CO₂-Emissionen erzeugen, da sie keinen fossilen Brennstoff verbrennen. Emissionsfreie Technologien tragen dazu bei, die Umweltbelastung zu verringern und den Klimawandel zu bekämpfen.
Treibhausgas-Emissionen | Umweltbundesamt
Das Energieeffizienzgesetz (EnEfG) ist ein umfassendes Gesetz zur Förderung der Energieeffizienz in Deutschland. Es setzt die EU-Richtlinie 2012/27/EU um und zielt darauf ab, den Energieverbrauch zu reduzieren, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern und den Klimawandel zu bekämpfen. Dafür beinhaltet das Gesetzt eine breite Palette an Maßnahmen und Vorschriften. Unter anderem verpflichtet es öffentliche Stellen, die einen jährlichen Gesamtendenergieverbrauch von mindestens einer Gigawattstunde (GWh) aufweisen, den Verbrauch bis 2045 jährlich um zwei Prozent zu senken. Zudem müssen öffentliche Stellen, die in den letzten drei abgeschlossenen Kalenderjahren einen durchschnittlichen Energieverbrauch von 3 GWh oder mehr erzeugt haben, bis zum 30. Juni 2026 ein Energie- oder Umweltmanagementsystem einrichten.
Energieeffizienz: Öffentliche Hand wird Vorbild | Bundesregierung
BAFA - Energie - Energieaudit nach EDL-G, Energie- & Umweltmanagementsysteme nach EnEfG
Ziel der Einwegkunststoffrichtlinie ist es, die Auswirkungen bestimmter Kunststoffprodukte auf die Umwelt zu mindern. Unter anderem sollen Hersteller dafür Verantwortung übernehmen, dass sie mit dem Inverkehrbringen solcher Produkte einen wesentlichen Verursachungsbeitrag für das achtlose Wegwerfen ihrer Produkte in die Umwelt leisten.
Um diesem Anspruch zukünftig gerecht zu werden, wurde der Einwegkunststofffonds ins Leben gerufen. Der Einwegkunststofffonds soll insbesondere dazu beitragen, die Sauberkeit des öffentlichen Raums zu fördern sowie die Vermüllung der Umwelt mit Einwegkunststoffprodukten zu reduzieren.
EMAS ist ein betriebliches Umweltmanagementsystem und steht für "Eco-Management and Audit Scheme". Es ist ein freiwilliges System, an dem sich sowohl Unternehmen als auch andere Organisationen und Einrichtungen der EU-Mitgliedstaaten beteiligen können und hat das Ziel, den betrieblichen Umweltschutz kontinuierlich zu verbessern.
EPD steht für Environmental Product Declaration, auf deutsch: Umwelt-Produktdeklaration. Es handelt sich um eine standardisierte und transparente Darstellung der Umweltauswirkungen eines Produkts über seinen gesamten Lebenszyklus hinweg. EPDs werden oft von Herstellern erstellt, um Verbrauchern und anderen Interessengruppen Informationen über die Umweltauswirkungen eines Produkts zur Verfügung zu stellen und somit eine informierte Kaufentscheidung zu ermöglichen. EPDs enthalten Daten zu Energieverbrauch, Treibhausgasemissionen, Ressourcenverbrauch und anderen Umweltindikatoren.
EPDs sind insbesondere in der Baubranche gefordert, werden immer häufiger im Rahmen öffentlicher Ausschreibungen vorausgesetzt und stellen darüber hinaus die Informationsbasis für die Nachhaltigkeitszertifizierung von Gebäuden dar. Allerdings finden EPDs auch branchenübergreifend Anwendung. Neben Bauprodukten können weitere Produktarten bilanziert und in Form von EPDs dargestellt werden. Weitergehende Informationen finden Sie u.a. hier: EPD Umweltproduktdeklaration - Fraunhofer IBP
Im Kontext der Nachhaltigkeit bezieht sich Equity auf die Gerechtigkeit und Fairness bei der Verteilung von Ressourcen und Chancen in einer nachhaltigen Gesellschaft. Es geht darum, sicherzustellen, dass die Vorteile einer nachhaltigen Entwicklung allen Menschen zugutekommen, unabhängig von ihrer sozialen, wirtschaftlichen oder geografischen Lage, und dass benachteiligte Gruppen nicht weiter zurückgelassen werden.
ESG steht für Environmental, Social and Governance, übersetzt für Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Es handelt sich um Kriterien und Rahmenbedingungen der Vereinten Nationen (UN) für die Berücksichtigung von Umwelt-, Nachhaltigkeits- und Sozialfragen innerhalb von Unternehmensführungen, öffentlichen Körperschaften, Regierungen und Behörden.
Was sind ESG-Kriterien? - Handelskammer Hamburg
Die "European Sustainability Reporting Standard“ (ESRS), sind Einheitliche EU-Standards für die Umwelt- und Nachhaltigkeitsberichterstattung. Sie sind ein zentrales Element der Corporate Sustainability Reporting Directiv (CSRD), die Unternehmen bei der Erstellung ihrer Berichte anwenden müssen.
Umweltberichterstattung - Berichtsstandards | Umweltbundesamt
Fair-Trade (Fairer Handel) ist ein Handelssystem, das darauf abzielt, Produzenten in Entwicklungsländern faire Preise und bessere Arbeitsbedingungen zu garantieren. Es fördert den nachhaltigen Anbau von Produkten und unterstützt soziale, ökologische und ökonomische Gerechtigkeit. Produzenten erhalten einen fairen Preis für ihre Produkte, der ihre Produktionskosten deckt und ihnen einen gerechten Lebensstandard ermöglicht. Gleichzeitig setzt Fair-Trade sich für gute Arbeitsbedingungen, den Schutz vor Ausbeutung und die Förderung von Arbeitnehmerrechten ein. Es wird auch auf umweltfreundliche Anbaumethoden geachtet, um den ökologischen Fußabdruck zu verringern und langfristige Anbaumethoden zu unterstützen. Der Handel erfolgt direkt zwischen Produzenten und Käufern, wodurch Zwischenhändler und deren Margen vermieden werden. Fair-Trade-zertifizierte Produkte, wie Kaffee, Schokolade oder Baumwolle, tragen ein entsprechendes Siegel, das den Konsumenten zeigt, dass sie Produkte aus gerechtem Handel kaufen.
Fairtrade Deutschland
Von Frischfaser- oder auch Primärfaserpapier spricht man, wenn der für die Papierherstellung verwendete Zellstoff direkt aus dem pflanzlichen Ausgangsmaterial (meistens Holz) gewonnen wird. Im Sinn der Nachhaltigkeit ist das die schlechteste Wahl! Papierprodukte aus Recyclingmaterial sind zu bevorzugen. Es gibt vielfältige Orientierungshilfen.
Recyclingpapier – Eine gute Alternative zu Frischfaserpapier | Umweltbundesamt
Initiative Pro Recyclingpapier
Forum Ökologie & Papier
HILCSA (Holistic and integrative Life Cycle Sustainability Assessment) ist eine Methode, die eine praktikable Möglichkeit bietet, Nachhaltigkeit mitsamt ihren sozialen, ökologischen und ökonomischen Faktoren ganzheitlich zu messen und zu bewerten. Konkret erlaubt HILCSA, auf Basis der Ökobilanzierung nach ISO 14040/14440 mithilfe von rund 100 sozialen, ökologischen und ökonomischen qualitativen als auch quantitativen Indikatoren, die 14 von 17 SDGs adressieren, Synergien, Trade-Offs und Hotspots von Produkten und Produktionssystemen zu analysieren.
Kreislaufwirtschaft beschreibt ein Wirtschaftsmodell, bei dem Rohstoffe und Produkte möglichst lange im Nutzungskreislauf bleiben, durch Reparatur, Wiederverwendung, Recycling. Dies statt dem linearen „Nehmen-Herstellen-Entsorgen“. So werden Ressourcen geschont und Abfälle vermieden.
Überblick Kreislaufwirtschaft | BMU
Mit Hilfe der Lebenszykluskostenrechnung (englisch: „Life Cycle Costing“, LCC) lassen sich Produkte unter Berücksichtigung aller relevanten Kosten auf ihre Wirtschaftlichkeit hin vergleichen. Umweltfreundliche Produkte erweisen sich dabei in vielen Fällen – selbst bei höheren Anschaffungskosten – als die wirtschaftlichste Variante.
Lebenszykluskosten | Umweltbundesamt
Lebenszykluskosten-Berechnungshilfen für verschiedene Produktkategorien (kostenlos):
Berechnung der Lebenszykluskosten | Umweltbundesamt
Service | Berliner Energieagentur (berliner-e-agentur.de)
Lebenszyklus-Tool-Picker (koinno-bmwk.de)
Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) ist ein deutsches Gesetz, das seit dem 1. Januar 2023 in Kraft ist und Unternehmen verpflichtet, menschenrechtliche und umweltbezogene Sorgfaltspflichten entlang ihrer gesamten Lieferkette einzuhalten. Ziel des Gesetzes ist es, sicherzustellen, dass Unternehmen nicht nur im eigenen Betrieb, sondern auch bei ihren unmittelbaren und mittelbaren Zulieferern für faire Arbeitsbedingungen und den Schutz der Umwelt Verantwortung übernehmen. Betroffen sind seit 2023 Unternehmen mit mehr als 3.000 Beschäftigten, seit 2024 gilt das Gesetz auch für Unternehmen mit über 1.000 Mitarbeitenden.
Das LkSG soll Unternehmen in Deutschland stärker in die Pflicht nehmen, auch bei ihren weltweiten Zulieferern für menschenwürdige Arbeitsbedingungen und ökologische Standards zu sorgen.
Als Littering (deutsch: Vermüllung) wird das fahrlässige Wegwerfen oder Liegenlassen von Abfällen im öffentlichen Raum bezeichnet. Der Müll findet sich entlang von Straßen, auf Park-, Rast- und Grillplätzen, nach Großveranstaltungen, an Wertstoffinseln, in öffentlichen Verkehrsmitteln, an Böschungen und Gewässern. Nicht nur die Entsorgung kostet Städte und Gemeinden viel Geld: die unkontrollierte Verbreitung von schädlichen Inhaltsstoffen in der Umwelt hat auch ökologische, ästhetische und ökonomische Folgen.
Mehrweg bezeichnet ein System, bei dem Produkte oder Verpackungen wiederverwendet werden, anstatt sie nach einmaligem Gebrauch wegzuwerfen. Das Prinzip basiert auf der Idee, dass bestimmte Artikel, wie Flaschen, Behälter oder Taschen, nach der Nutzung gereinigt und wiederbefüllt werden können, anstatt dass jedes Mal neue Verpackungen produziert werden müssen.
Ein häufiges Beispiel für Mehrweg ist das Mehrwegpfand-System für Flaschen, das in vielen Ländern, einschließlich Deutschland, weit verbreitet ist. Hierbei zahlen Verbraucher beim Kauf eines Getränks einen Pfandbetrag, den sie zurückerhalten, wenn die Flasche nach dem Trinken wieder zurückgegeben wird. Diese Flaschen werden dann gereinigt und wiederverwendet, was Ressourcen schont und Abfall reduziert.
Das Mehrwegprinzip wird auch zunehmend bei anderen Produkten angewendet, wie z.B. Mehrwegbechern für Kaffee oder Mehrwegverpackungen im Supermarkt. Der Vorteil von Mehrweg ist die Reduzierung von Einwegplastik, die Einsparung von Rohstoffen und Energie, sowie die Verringerung von Abfall und Umweltbelastungen.
Insgesamt fördert das Mehrweg-System eine nachhaltigere und ressourcenschonendere Nutzung von Produkten, da weniger Müll anfällt und weniger neue Materialien benötigt werden.
Mehrwegverpackungen und Mehrwegverpackungssysteme | Umweltbundesamt
Als Mikroplastik werden Plastikteilchen bezeichnet, die zwischen 1 μm und 5 mm groß sind. Unterschieden wird zwischen primärem Mikroplastik, das als solches hergestellt wird und sekundärem Mikroplastik, das durch Abbau und Abnutzung aus größerem Plastik entsteht.
Weltweit wird immer mehr Kunststoff produziert und Mikroplastik gelangt als Abbauprodukt in die Umwelt.
Viele Produkte, wie z.B. Kosmetikprodukte, enthalten einen Zusatz von primären Mikroplastik, häufige Quellen von sekundärem Mikroplastik sind Kunststoffbehälter (wie z.B. Plastikflaschen), Textil-Mikrofasern, Medizinprodukte oder Reifenabrieb.
Ein Mobilitätskonzept verbindet konkrete Lösungsansätze zum Thema Mobilität aus den Themenbereichen Infrastruktur, Bau- und Planungsrecht, Beratung sowie Informations- und Öffentlichkeitsarbeit zu einer integrierten Gesamtstrategie. Als strategisches Planwerk für die Kommune oder eines Betriebs enthält es die grundsätzlichen Rahmenbedingungen der Mobilitätsplanung sowie -entwicklung.
Mehr dazu u.a. auf der KNBV-Themenseite Mobilität
Nakopa ist die Abkürzung für das Förderinstrument „Nachhaltige Kommunalentwicklung durch Partnerschaftsprojekte“. Die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) bietet Unterstützung für kommunale Partnerschaftsprojekte.Kommunale Förderung | SKEW
Öffentliche Beschaffung ist eines der zentralen Handlungsfelder der im Dezember 2024 verabschiedeten Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS). Die NKWS beinhaltet konkrete Maßnahmenvorschläge, die dabei unterstützen sollen, die Öffentliche Beschaffung in den kommenden Jahren zirkulärer auszurichten. Zu den Zielen zählt unter anderem, die "bevorzugte Beschaffung gebrauchter und wiederaufbereiteter Produkte" zu fördern.
BMUV: Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS)
Die Ökodesign-Verordnung (Verordnung 2024/1781 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Juni 2024 zur Schaffung eines Rahmens für die Festlegung von Ökodesign-Anforderungen für nachhaltige Produkte) bildet den europäischen Rechtsrahmen für die Festlegung von Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung von Produkte.
BMUV: Ökodesign-Verordnung
Unter „oxo-abbaubaren“ Plastik bzw. Kunststoffen versteht man konventionelle Kunststoffe, z. B. Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polystyrol (PS) und Polyethylenterephthalat (PET), die mit speziellen Zusatzstoffen bei der Kunststoffverarbeitung ausgestattet werden. Diese sollen den Zerfall von daraus hergestellten Produkten in kleine Bruchstücke (Fragmente) begünstigen. Eine Folge: das Problem des Eintrags von Mikroplastik in die Umwelt vergrößert sich.
Fragen und Antworten: Umsetzung der Einwegkunststoffrichtlinie | Umweltbundesamt
Palmöl ist Bestandteil vieler Erzeugnisse. Es ist bei der Nahrungsmittel- und Kosmetik-Industrie äußerst beliebt und steckt in über der Hälfte der im Supermarkt angebotenen Produkte. Grund dafür ist, dass sich dieses Pflanzenfett sehr gut industriell verarbeiten lässt, vielen Nahrungsmitteln eine feste bis cremige Konsistenz gibt und vor allem vergleichsweise preiswert hergestellt werden kann.
Das Pflanzenfett wird aus der Frucht der Ölpalme gewonnen. Über 85 Prozent der Weltproduktion kommt aus Indonesien und Malaysia. Tatsächlich ist die Ölfrucht sehr ergiebig und kein anderes Pflanzenöl kann auf vergleichbarer Anbaufläche in der Menge gewonnen werden wie Palmöl.
Palmöl kann nur in tropischen Breiten gewonnen werden. Das geschieht in rieseigen Monokultur-Plantagen, die mit ursprünglichen Regenwaldflächen konkurrieren. Besonders in Indonesien werden jedes Jahr riesige Flächen Regenwald gerodet, Bio-Diversität zerstört und unser Klima dauerhaft geschädigt. Lebensraum für Orang-Utans wird zerstört und die Existenz Millionen anderer Arten bedroht. Ureinwohner und kleinere Bauern werden verdrängt.
Anstatt den Boden zu regenerieren, wird er ausgelaugt und der Bedarf an Düngern und Pestiziden steigt, um den Ertrag hoch zu halten.
PCF steht für: Product Carbon Footprint, den CO₂-Fußabdruck eines Produkts über seinen Lebenszyklus (zumindest von der Rohstoffgewinnung bis Produktion und oft Nutzung/Entsorgung), ausgedrückt in CO₂-Äquivalenten. Damit lässt sich die Klimawirkung eines Produkts transparent machen.
CO₂-Fußabdruck von Produkten | Umweltbundesamt
PFAS steht für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen. Dabei handelt es sich um eine riesige Gruppe von Chemikalien, die seit den 1950er-Jahren hergestellt werden. Chemisch gesehen sind es Verbindungen aus Kohlenstoff- und Fluoratomen, die sehr stabil sind. Das heißt, sie bauen sich nur sehr langsam ab und belasten daher lange die Umwelt. Deshalb werden sie auch Ewigkeitschemikalien genannt.
PEFAS kommen besonders da zum Einsatz, wo man ihre wasser- oder fettabweisenden Fähigkeiten braucht – also zum Beispiel in beschichteten Pfannen, Backpapier, Einwegverpackungen Regenkleidung oder Imprägniermitteln. Sie stecken aber auch in Batterien, Medizinprodukten, Kältemitteln und im Schaum von Feuerlöschern.
Ewigkeits-Chemikalien PFAS: Wo sie stecken, warum sie problematisch sind | Verbraucherzentrale.de
Schwerpunkt 1-2020: PFAS. Gekommen, um zu bleiben. | Umweltbundesamt
Unter Post-Consumer-Rezyklat versteht man Sekundärrohstoffe, die durch die Verwertung von Abfällen von Endverbrauchern (z. B. Verpackungsmüll aus dem Gelben Sack) entstehen. Ziel: Plastikmüll in den Produktionskreislauf zurückführen, vgl. Pre-Consumer-Rezyklat.
Die für den Rezyklatgehalt relevante Definition geht zurück auf die DIN EN ISO 14021:2021-10 "Umweltkennzeichnungen und -deklarationen - Umweltbezogene Anbietererklärungen" vgl. Beschaffung von Kunststoffprodukten aus Post-Consumer Rezyklate | UBA Mehr Hintergründe finden Sie auch hier: Umweltzeichen Blauer Engel für Produkte aus Recycling-Kunststoffen | UBA
Unter Pre-Consumer-Rezyklat versteht man aus Abfall entstehende Sekundärrohstoffe, wobei der Abfall aus der Industrie stammt (auch Pir-Consumer-Rezyklat). Es handelt sich um die Wiederverwendung von Abfällen aus der Produktion (z. B. Verschnitte, Überschüsse). Dieses Verfahren hat u.a. die Produktionsoptimierung zum Ziel, vgl. Post-Consumer-Rezyklat.
Die für den Rezyklatgehalt relevante Definition geht zurück auf die DIN EN ISO 14021:2021-10 "Umweltkennzeichnungen und -deklarationen - Umweltbezogene Anbietererklärungen" vgl. Beschaffung von Kunststoffprodukten aus Post-Consumer Rezyklate | UBA Mehr Hintergründe finden Sie auch hier: Umweltzeichen Blauer Engel für Produkte aus Recycling-Kunststoffen | UBA
Polyvinylchlorid (PVC), umgangssprachlich oft einfach auch als „Vinyl“ bezeichnet, ist ein vielseitig verwendbarer Kunststoff, der im Alltag an vielen Stellen zu finden ist. So kommt er u.a. bei der Fertigung von Bauelementen wie Fensterahmen, Abdichtungen, Isolierungen und Rohren zum Einsatz. Darüber hinaus in Bodenbelägen, Gummihandschuhen, Gartenschläuchen, Kleinstmaterial für den Büro- und Haushaltsbedarf und sogar in Spielzeug.
Das Problem: PVC ist ein synthetisches Produkt, wird aus Rohöl gewonnen und durchläuft viele Verarbeitungsschritte mit gefährlichen und teils giftigen Chemikalien, bis daraus ein nützliches Produkt wird. Rohöl ist endlich, d.h. eine nicht erneuerbare Ressource. Die erforderliche Raffination und Verarbeitung birgt das Potenzial für Umweltverschmutzung und andere Umweltgefahren.
Neben dem eigentlichen Polyvinylchlorid können auch die darin enthaltenen Stabilisatoren und Weichmacher (Phthalate) zu Problemen führen. Diese Chemikalien können mit der Zeit (oder bei direktem Kontakt) entweichen.
Zudem ist PVC äußerst schwierig zu recyceln, was oft dazu führt, dass es am Ende seiner Nutzungszeit in Deponien landet und dort weiterhin giftige Chemikalien absondert.
Eine besondere Gefahr entsteht bei Verbrennungsprozessen. Kommt es zum Brand, entstehen hochgiftige Dioxine und ätzender Chlorwasserstoff.
Alternativen:
Für Produkte am Bau oder im Haushalt stehen chlorfreie Kunststoffe wie Polyethylen (PE) oder Polypropylen (PP) zur Verfügung. Auch bei Fußbodenbelägen kann man beispielsweise auf Laminat oder Parkett zurückgreifen.
Für bestimmte Produkte, wie z.B. Schreibtischunterlagen, gibt es komplett kunststofffreie Alternativen, die unbedingt zu bevorzugen sind. Achten Sie vor jedem Kauf auf die Materialzusammensetzung und besondere Hinweise wie "PVC- und phthalatfrei" sowie auf die Recyclingfähigkeit.
Rezyklate sind Sekundärrohstoffe, die durch die Aufbereitung von Abfällen (Recycling) gewonnenen werden.
Dabei werden Stoffe aus der Aufbereitung von Industrie-Abfällen (s. auch Pre -oder auch Pir-Consumer-Rezyklat) von denen aus dem Abfall der Endverbraucher (s. auch Post-Consumer-Rezyklat) unterschieden.
Das Saubere-Fahrzeuge-Beschaffungsgesetz (SaubFahrzeugBeschG) setzt die EU-Richtlinie 2019/1161 vom 20. Juni 2019 um. Es verfolgt die Änderung der Richtlinie 2009/33/EG über die Förderung sauberer und energieeffizienter Straßenfahrzeuge (Clean Vehicles Directive, kurz: CVD).
schleswig-holstein.de - E-Mobilität - Saubere Fahrzeuge
ein Bereich der Nachhaltigkeitsbewertung, bezieht sich auf die Klassifizierung von Treibhausgasemissionen in drei Kategorien: Scope 1 umfasst alle direkten Emissionen, die durch die Produktion entstehen, wie z.B. durch Kraftstoffverbrennung oder Unternehmensfahrzeuge. Scope 2 bezieht sich auf indirekte Emissionen, die durch den Verbrauch von Energie entstehen, z.B. Strom, Dampf oder Wärme, die von einem Energieversorger bezogen werden. Scope 3 umfasst alle anderen indirekten Emissionen, die in der Wertschöpfungskette eines Unternehmens auftreten, einschließlich der Emissionen von Zulieferern und der Nutzung von Produkten durch Kunden.
Die Messung dieser Emissionen ist entscheidend für Unternehmen, die ihre Nachhaltigkeitsziele erreichen und ihren Einfluss auf den Klimawandel reduzieren möchten.
Der Begriff Suffizienz leitet sich von dem lateinischen Wort „sufficere“ ab, zu Deutsch „ausreichen“ oder „genügen“. Es geht also um die Frage: „Wie viel ist genug?“ und zielt darauf ab, Energie und Material zu sparen. Im Angesicht der begrenzten natürlichen Ressourcen unseres Planeten, der Klimakrise und des Artenverlustes ist Suffizienz ein entscheidendes Werkzeug für langfristiges gutes Leben auf der Erde.
Suffizienz – was ist das? | BUND
Eine zentrale Beschaffungsstelle bündelt nicht nur Wissen und Kompetenz sondern spart auch Energie und Ressourcen. In diesem Sinn kann nachhaltig agiert werden: in der eigenen Organisation und/oder durch Unterstützung von außen. Der Geschäftsbereich Beschaffung der Gebäudemangement Schleswig-Holstein AöR (GMSH), kauft für die Dienststellen des Landes Schleswig-Holstein Material und Leistungen ein. Er bündelt langjähriges Wissen über Bedarfe, Produkte, Lieferanten und Einkaufsprozesse, einschließlich der öffentlichen Vergabe unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten.
Städte, Kreise, Ämter und Gemeinden sowie Anstalten, Körperschaften und Stiftungen öffentlichen Rechts können ebenfalls von den GMSH-Leistungen profitieren.
Im GMSH-Online-Shop finden sich nachhaltige Produkte, gekennzeichnet mit dem "Grünen Baum".
Zero Waste (übersetzt: ‚kein Müll‘ / keine Verschwendung) ist eine Lebrnsweise, die darauf abzielt, durch bewussten Konsum, Recycling, Kompostierung und Wiederverwendung, Abfälle zu vermeiden und die Umweltbelastung zu minimieren.
Zero Waste Kiel e.V.: Community und Tipps unter Zero Waste Kiel e.V. | Wir setzen uns ein für ein müllfreies Leben! (zerowaste-kiel.de)
Zero Waste Deutschland e.V. :Zero Waste Germany e. V.
Zirkularität beschreibt den Grad, in dem Materialien, Produkte oder Systeme so gestaltet sind, dass sie in geschlossenen Kreisläufen geführt werden können (statt als Abfall zu enden). Je höher die Zirkularität, desto stärker ist der Übergang zu nachhaltiger Ressourcennutzung. Beispiel: Produkte so gestalten, dass sie am Ende wieder als Rohstoff dienen können.
Kriterien Zirkularität | Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB)

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